HFS Rechtsanwälte


Huber–Furler–Samuelsson

Haftpflicht- und Versicherungsrecht
Zug und Zürich

Büro Zug
Jean Baptiste Huber  Mail an RA Jean Baptiste Huber
Yvonne Furler  Mail an RAin Yvonne Furler

Bundesplatz 6, Postfach 4315, 6304 Zug
Telefon 041 725 41 41, Fax 041 725 41 42

Büro Zürich
Evalotta Samuelsson  Mail an RAin Evalotta Samuelsson


Bahnhofstrasse 24, 8001 Zürich
Telefon 043 377 99 88, Fax 043 377 99 91

Suche:

So finden Sie uns:

Lageplan und Wegbeschreibung hier ...

Tätigkeitsgebiet:

- Haftpflichtrecht und Versicherungsrecht
- 100% versicherungsfrei
Mehr über uns...

Anwaltskosten:

Kann ich mir einen Anwalt leisten? Was kostet eine Erstberatung?
Mehr...
HomeHier gelangen Sie zur Startseite AktuellHier finden Sie verschiedene Artikel zu aktuellen Einzelthemen Übersicht VersicherungssystemHier erhalten Sie einen Überblick über das schweizerische (Sozial-)Versicherungssystem UnfallWelche Versicherungs- und Haftpflichtleistungen können Sie nach einem Unfall erwarten? VerkehrsunfallWelche Besonderheiten gelten bei einem Verkehrsunfall? HirnverletzungHirnverletzungen zeichnen sich durch Besonderheiten im Verletzungsbild aus. Wo finden Sie Hilfe und weitere Informationen? Welche Versicherungsleistungen können Sie erwarten? SchleudertraumaEin Schleudertrauma ist nicht nur eine ganz besondere Verletzung. Auch die rechtliche Behandlung unterscheidet sich von anderen Verletzungen. Hier finden Sie mehr Informationen sowohl zur medizinischen als auch zur rechtlichen Seite Paraplegie/TetraplegieWelche Besonderheiten gelten fur diese Verletzungsgruppe? Wo finden Sie Hilfe? ArzthaftpflichtUnter welchen Voraussetzungen haftet eine Ärztin oder ein Arzt fur einen Behandlungsfehler? KrankheitWelche Versicherungsleistungen können Sie im Krankheitsfall erwarten? Nützliche LinksHier finden Sie Links zu Beratungsstellen, Rechtsquellen etc. Team/Über unsHier erfahren Sie mehr über uns KontaktHier finden Sie alle Angaben, um mit uns Kontakt aufzunehmen HaftungsbeschränkungSämtliche Informationen auf dieser Website erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Irrtumer sind aber nicht ausgeschlossen. Vor allem aber ersetzt der Besuch dieser Website nie eine sorgfältige Beratung im Einzelfall. Hier finden Sie deshalb eine entsprechende Beschränkung unserer Haftung


Jean Baptiste Huber Urkundsperson-NotarRA Huber nimmt als Urkundsperson (Notar) des Kantons Zug sämtliche gesellschaftsrechtlichen Beurkundungen vor (Firmengründungen etc.). Beurkundungen (Firmengründungen)RA Huber nimmt als Urkundsperson (Notar) des Kantons Zug sämtliche gesellschaftsrechtlichen Beurkundungen vor (Firmengründungen etc.).

HIRNVERLETZUNG

Jährlich 3000 unfallbedingte Schädelhirntrauma

In der Schweiz erleiden jährlich rund 3000 Menschen bei einem Unfall eine Schädel-Hirnverletzung. Meist ist die Ursache ein Verkehrsunfall oder ein Arbeitsunfall. Stark zugenommen haben aber auch die Freizeitunfälle. Die Mehrheit der Betroffenen sind junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren.

Medizinische Definition:

Medizinisch wird die Schädel-Hirnverletzung definiert als Folge einer äusseren Gewalteinwirkung auf den Schädel oder das Gehirn. Dabei kommt es zu einer primären Verletzung, indem durch die Gewalteinwirkung direkt Gewebe im Schädel, insbesondere im Hirn zerstört wird. Als Folge dieser primären Verletzung kann es dann zu einer Sauerstoffuntervorsorgung, zu einem Druck auf das Gehirn etc. kommen, was sogenannte sekundäre Schädigungen verursachen kann. Je schneller und besser die medizinische Versorgung, desto kleiner fallen in der Regel diese sekundären Schädigungen aus.

Glasgow Coma Scale:

Um die Schwere einer Schädel-Hirnverletzung zu messen, wurde die sogenannte Glasgow Coma Scale entwickelt, die von 3 bis 15 Punkten reicht, die wie folgt vergeben werden:

Von 13 bis 15 Punkten auf der Glasgow scale spricht man von einem leichten, von 9 bis 12 Punkten von einem mittleren und von 3 bis 8 Punkten von einem schweren Schädel-Hirntrauma. Hirnverletzten und ihren Angehörigen nützt diese Einteilung aber oft wenig. Zwar sind statistisch die Erholungschancen bei leichten und mittleren Schädel-Hirntraumen besser als bei schweren Traumen. Doch sind auch bei schweren Schädel-Hirntraumen die erstaunlichsten Heilungserfolge möglich. Handkehrum können auch nach verhältnismässig leichten Schädel-Hirnverletzungen hartnäckige und einschränkende Beschwerden zurückbleiben.

Jede Hirnverletzung ist anders:

Schädel-Hirnverletzungen können zu verschiedensten Beeinträchtigungen führen, die in unterschiedlichster Kombination auftreten können. Insbesondere die Selbsthilfeorganisationen (www.fragile.ch) legen deshalb Wert darauf, dass jede Hirnverletzung anders ist und auch entsprechend gewürdigt werden muss. Zu den häufigsten Folgen von Hirnverletzungen gehören folgende Einschränkungen:

Schwierige Verhaltensstörungen

Am schwierigsten für die Hirnverletzen selbst und deren Angehörige (und oft auch limitierend für die berufliche Eingliederung) sind häufig die psychischen bzw. hirnorganischen Störungen. Diese treten gemäss einer Untersuchung von Brooks in folgender Häufigkeit auf:

Störungen des Verhaltens nach Hirnverletzungen (Brooks et al. 1986/1990)

Auch von Fachleuten oft unterschätzt:

Diese psychischen bzw. psychoorganischen Verhaltensstörungen zeigen sich in vollem Ausmass oft noch nicht während des Spitalaufenthalts bzw. der anschliessenden Rehabilitation. Sie werden deshalb auch von Fachleuten häufig unterschätzt bzw. in vollem Ausmass nicht erkannt. Erst wenn die hirnverletzte Person dann wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehrt und beispielsweise mit Kinderlärm und Beziehungskonflikten umgehen muss, treten die Verhaltensstörungen in vollem Ausmass zu Tage. Ebenso zeigt sich oft erst mit der versuchten Rückkehr an den Arbeitsplatz, dass eine hirnverletzte Person mit den Anforderungen der Arbeit nicht mehr umgehen kann. Um so weniger kann sie dann häufig mit der daraus resultierenden Überforderung umgehen.

Hilfe für Betroffene und Angehörige:

Hilfe finden Hirnverletzte und deren Angehörige bei Selbsthilfeorganisationen wie Fragile Suisse (www.fragile.ch). In sämtlichen Landesteilen bestehen Selbsthilfegruppen für Hirnverletzte bzw. deren Angehörige. Zudem betreibt Fragile Suisse eine Helpline für Hirnverletzte, bei der Hirnverletzte und deren Angehörige unter der Gratis-Telefonnummer

0800 256 256

Beratung zu sämtlichen Fragen im Zusammenhang mit Hirnverletzungen erhalten.

Hirnverletzung und obligatorische Unfallversicherung (UVG):

Solange Hirnverletzungen organisch nachweisbar sind, werden sie durch die obligatorische Unfallversicherung (UVG) wie normale Verletzungen behandelt. Die Unfallversicherer erbringen deshalb in der Regel ohne Probleme die im Rahmen des UVG versicherten Leistungen (Heilungskosten, Taggeld, Renten, Integritätsentschädigung). Schwieriger ist die Situation bei Hirnverletzungen, die sich organisch nicht mehr nachweisen lassen, bei denen jedoch neuropsychologische Einschränkungen (Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen), Wesensveränderungen, psychische bzw. psychoorganische Beeinträchtigungen (Depressionen, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Wesensveränderungen etc.) zurückbleiben. Diese Fälle werden nach der Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (vgl. etwa Urteil U 83/00 vom 09. April 2001) bei der Beurteilung der sogenannten Adäquanz wie Schleudertraumen behandelt (vgl. dazu Schleudertrauma). Dies gilt nach einem Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 13.6.2005 allerdings nur, wenn die Glasgow Coma Scale (GCS) bei 12 Punkten oder darunter lag. Bei einem GCS von 13 oder darüber kommt hingegen die ungünstigere sog. Psycho-Rechtsprechung nach BGE 115 V 133 zur Anwendung.

Sorgfältige bildgebende Untersuchung wichtig

Sogenannte Diffuse Axonal Injuries DAI sind auf einem Computertomogramm (CT) oder einem konventionellen Magnetresonanzbild (MRI) nicht sichtbar. Mit speziellen MRI-Untersuchungen wie FLAIR, DTI etc. können derartige Schädigungen aber manchmal nachgewiesen werden. Verlangen Sie deshalb von ihrem Arzt, dass er Sie zu einem erfahrenen Neuroradiologen schickt. Können derartige Schädigungen nachgewiesen werden, erfolgt die Adäquanzprüfung nämlich nach den allgemeinen Kriterien und nicht nach der Schleudertrauma- oder Psychopraxis, was erheblich günstiger ist. Vergleiche dazu auch den Artikel Nachweis von Leichten Traumatischen Hirnverletzungen MTBI mit MRI.

Haftpflichtansprüche

Falls jemand für Ihren Unfall verantwortlich ist, können Sie gegen den Unfallverursacher Anspruch auf Schadenersatz (Erwerbsschaden, Haushaltschaden, Genugtuung, Schmerzensgeld etc.) geltend machen (vgl. auch die Seite Verkehrsunfall).

:: 06.09.2011

Aktuelles

Aktuelles aus dem Haftpflichtrecht und Sozialversicherungsrecht finden Sie hier ...